Roc d’Azur 2016

Zum Saisonabschluss hin reiste ich mit einem Kollegen nach Frankreich, genauer gesagt nach Fréjus an der Côte d’Azur. Zum Roc d’Azur, das ist ein MTB-Event wo eine Woche lang nur Bikerennen stattfinden, vom Marathon über Cyclocross, Enduro und Rundenrennen abwechselnd im Team durch Dörfchen bis hin zu Bike-Tandemrennen uvm. Das Roc d’Azur gilt als grösstes MTB-Event der Welt wo sich Amateure auch mit Profis messen können. Dieses Jahr war z.B. Jaroslav Kulhavy, Annika Langvad, Julien Absalon, Pauline Ferrandprevot und noch viele andere Profis am Start. Insgesamt haben über 20’000 Sportler dem Event aktiv teilgenommen und es gab etwa 100’000 Besucher! Wir haben uns für 2 Rennen angemeldet. Zum einen dem Canyon Roc Marathon das längste und wohl härteste Rennen der Woche und zum anderen einen Tag später am Roc Ruelles einem Team Rennen durch ein Dörfchen wo abwechselnd gefahren wird.

Bereits am Mittwoch um 05:00 ging die Reise für uns los. Etwa 7,5 Stunden später sind wir auf dem Camping Platz in Fréjus angekommen, dort haben uns auf dem Parkplatz umgezogen und sind direkt auf’s Bike um eine kleine Streckenbesichtigung zu machen. 32 km und 760 hm später haben wir dann im Camping eingecheckt und die Unterkunft bezogen. Am Donnerstag haben wir uns vorgenommen nochmals eine Streckenbesichtigung eines anderen Abschnittes zu machen, hier waren wir 35,5 km und nochmals knapp 760 hm unterwegs. Diese Streckenbesichtigungen sind zwar nicht optimal für die Beine, jedoch hat es mir für’s Rennen doch eniges gebracht!

Canyon Roc Marathon

Am Freitag war dann erster Renntag für uns! Der Canyon Roc Marathon ist mit 84 Kilometer und 2’370 Höhenmeter ausgeschrieben. Das bedeutet für mich das bisher längste Rennen jedoch hatte ich in Riva del Garda bereits auf einer kürzeren Strecke etwas mehr Höhenmeter bewältigen dürfen. Speziell am Roc Marathon ist jedoch, dass es kaum mal geradeaus geht. Nach den ersten ca. 5 flachen Kilometern wechselt sich das auf und ab ständig ab. Mit auf und ab meine ich extrem steile Auf und Abfahrten hauptsächlich auf Trails. Das heisst, obwohl es weniger Höhenmeter als in Riva zu bewältigen gab, waren diese um einiges strenger! Mein Ziel hatte ich mir schon früh gesetzt und hiess schlicht und einfach das Ziel zu erreichen, denn ich wusste das dies wohl mein bisher strengstes Rennen wird. Was sich dann auch bewahrheitet hat! Um 08.45 Uhr erfolgte der Startschuss für mich aus dem Startblock 3. Ich konnte mich auf den ersten Kilometern etwas von einer Gruppe mitziehen lassen und habe dann ziemlich schnell meine Pace gefunden, welche ich auch mehr oder weniger bis zum Schluss durchziehen konnte. Wie gesagt, die Strecke war extrem hart und fordernd, so etwas hatte ich bisher noch nie erlebt. Riva mit mehr Höhenmetern war degegen ein Klacks. Hier an der Côte d’Azur hatte es soviele Trails zu bewältigen teilweise extrem technisch bergab wie aber auch bergauf! Zudem war es auch ganz schön warm, zwar nur etwa 25° das ist aber an der prallen Sonne doch ganz schön heiss! Dem Veranstalter ist hier ein grosses Lob auszusprechen, die Verpflegungsposten waren zahlreich und in super Abständen, ich kam nie in einen Hungerrast oder in Trinknot! Die Landschaft an der Côte d’Azur mit tollen blicken auf’s Meer und Hügel ist echt der Hammer, deshalb konnte ich trotz all den Strapazen das Rennen doch einigermassen geniessen. Mit einer Schlusszeit von 6 Stunden 47 Minuten und 22 Sekunden bin ich als 285. von 497 in meiner Kategorie sowie als 1058. von Overall 2141 glücklich aber erschöpft im Ziel angekommen.

Roc Ruelles de Roquebrune-sur-Argens

Einen Tag später am Abend um 19:00 Uhr hatten wir uns für das Roc Ruelles in Roquebrune-sur-Argens angemeldet. Die Strecke hatten wir bereits am Donnerstag zuvor etwas besichtigt, mussten dann aber festellen, dass der Streckenverlauf doch nicht ganz so war wie wir gedacht hatten. Kein Problem die neue Strecke hatten wir uns schnell gemerkt und konnten einige Trainigsrunden drehen. Auf der letzten Trainingsrunde habe ich mir auf einer 3-Fach Treppe dann leider einen Plattfuss eingefahren und das kurz vor Start!! Nachdem ich ins Ziel gelaufen war, das Hinterrad demontiert hatte und einen neuen Schlauch eingelegt ist mir das Malheur passiert, dass ich mit aufpumpen zuviel Luft  reingepumpt hatte und mir der Schlauch platzte. Sch…¹ !! Das hiess nun zurück zum Auto einen neuen Schlauch holen und mein Team-Partner musste ohne mich starten! Nachdem dieser 3 Runden absolviert hatte war ich mit einem weiteren neuen Schlauch bereit meine erste Runde zu absolvieren. Das ging dann auch recht gut bis zur der vorher besagten 3-Fach Treppe, dort habe ich mir dann leider nochmals einen Plattfuss eingefahren und das Hinterrad hat einige Dellen sowie eine 8 abgekriegt. Sch…² !! Das hiess, dann zurück ins Ziel laufen/springen und mein Team-Partner musste das Rennen alleine fertigfahren! Das war echt schade, denn es hat wirklich Spass gemacht und wenn wir abwechselnd fahren hätten können, wäre wohl ein Platz im Finale drinn gelegen! Sollten wir das wiederholen werde ich dann wohl mit einem etwas robusterem Laufradsatz antreten!

Die Tage an der Côte d’Azur waren aber toll und werden mir trotzdem positiv in Erinnerung bleiben! Hier noch einige Bilder vom Marathon, der Landschaft und vom Camping Platz…

Iron Bike Race, Einsiedeln

Die Formkurve steigt langsam wieder…

Obwohl die Vorbereitung auf das Iron Bike Race in Einsiedeln mit einer Woche Geschäftsreise und 2 Trainigseinheiten direkt davor nicht optimal war bin ich mit dem Ausgang des Iron Bike Race in Einsiedeln eigentlich doch ganz zufrieden!

Nach dem Segen eines Pfarrers vom Kloster in Einsiedeln ertönte für mich morgens um 08:00 Uhr bei Kaiserwetter der Startschuss zum Iron Bike Race. Da ich zum ersten mal an diesem Event war, musste ich aus Starblock 3 in’s Rennen starten. Gleich ca. 50m nach dem Start gab es auch schon den ersten Sturz, glücklicherweise konnte ich dem gerade noch ausweichen und mich danach von der Spitzengruppe über die ersten ca. 9km im Windschatten mitziehen lassen. Im ersten Aufstieg musste ich die Spitzengruppe aber leider etwas ziehen lassen, trotzdem waren meine Beine überraschend gut und ich überholte schon schnell wieder einige Fahrer, auch einige welche in den Starblöcken 1 & 2, das heisst 5 resp. 10min vor mir gestartet sind. Kein Vergleich zur O-Tour wo ich mich schlecht gefühlt habe und von anfang an nur überholt wurde, hier am Iron Bike wurde ich kaum überholt und habe selbst viele überholen können. Speziell auch in den Abfahrten habe ich viel Zeit gutmachen können. Ich konnte das traumhafte Wetter und die tollen Aussichten trotz Wettkampf geniessen! So macht Biken Spass!! 52,74 km, 1’397 geleistete Höhenemetern und exakt 2 h 47 min und 24,4 sek später bin ich auf dem Klosterplatz in Einsiedeln durch den Zielbogen gefahren. Das bedeutet Rang 144 von 685 Finishern. Meine Formkurve steigt langsam wieder an! Das wichtigste aber ist, dass ich wieder schmerzfrei fahren konnte!

Als nächstes und vermutlich letztes Bikerennen in diesem Jahr steht dann der Canyon Roc Marathon an der Côte d’Azur in einer  Woche auf dem Programm, dort gilt es auf 82 km, 2’260 Höhenmeter zu bewältigen! Ich freue mich auf diese Herausforderung! Zudem werde ich dann am darauffolgenden Tag am abend (hoffentlich reicht die kurze Erholung) noch am Roc Ruelles in Roquebrune-sur-Argens antreten. Da werden wir im Zweierteam abwechselnd Runden zu 900 m durch ein Dörfchen drehen. Dabei fahren wir Treppen rauf und runter und durch enge Gässchen usw.,  das wird sicherlich lustig!

Hier noch einige Bilder vom Iron Bike Race:

Bike Marathon Obwalden

An der o-tour, dem Obwalden Bike Marathon auf den Boden der Realität zurückgeholt

Nachdem es mir am  Nationalpark Bike Marathon aufgrund der flächeren Strecke noch einigermassen gut ging, bin ich an der o-tour auf den Boden der Realität zurückgeholt worden. Anderthalb Monate ohne Training gehen dann halt doch nicht spurlos vorbei.

Ich muss aber sagen, dass ich mich am Vorabend und am Morgen des Renntages schon nicht gut gefühlt habe, meine Beine fühlten sich bleischwer an. Vermutlich waren die 3 Trainings-Sessions in der Rennwoche so ohne Form dann doch etwas zuviel.

Auch die Rennstrecke machte es mir nicht einfach, denn schon vom Start weg ging es voll zur Sache, das heisst etwa 14 Kilometer und 1’200 Höhenmeter bergauf! Am Schluss wurden es im Ziel dann 45 km und 1’800 hm. In den Rennen zuvor konnte ich mich normalerweise in einer Gruppe eingliedern und mitfahren, aber am Sonntag wurde ich von anfang an nach hinten durchgereicht ich sah nur noch andere Teilnehmer an mir vorbeiziehen! Und dann plötzlich sind auch noch die eMountainbikefahrer, welche eine Viertelstunde später gestartet sind an mir vorbeigeflogen. Da habe ich mir schon gedacht, dass ich heute auch besser mit einem eBike gestartet wäre! Schlussendlich bin ich dann aber mit einer Schlusszeit von 3 h 15 min 44 sek im Ziel angekommen. Was in der Endrangliste Rang 55 von 77 in meiner Kategorie und Overall Men 195 von 282 bedeutet.

Etwas Positivites gibt es aber trotzdem zu berichten, obwohl ich ich zwischendurch Krämpe in den Oberschenkeln und Waden hatte, konnte ich durchfahren und das Knie  hat mir keine Beschwerden bereitet. Das heisst ich kann ab sofort wieder normal trainieren und meine Form wieder verbessern.

Das nächste Rennen wird dann das Iron-Bike Race in Einsiedeln in 2 Wochen sein. Dort habe ich jetzt aufgrund des Trainingsrückstandes von der Mittelstrecke mit 77 km und 2’300 hm auf die kurze Strecke mit 53 km und 1’300 hm gewechselt!

Hier gibt es noch einige Bilder von mir an der o-tour:

Nationalpark Bike Marathon

Rang 20 am Nationalpark Bike Marathon

Aufgrund eines entzündeten Muskel im rechten Knie  musste ich leider verletzungsbedingt 1 Monat mit dem Training stark zurückfahren und mit Biken ganz pausieren. Dafür war 2x pro Woche Physiotherapie angesagt! Ich hatte mich aber schon lange für den Nationalpark Bike Marathon angemeldet und es war immer das Ziel diesen auch zu fahren. Zum Glück wurde das Knie dann kurz vor dem Marathon wieder etwas besser und nachdem mir auch die Physiotherapeutin das „GO“ für die <kleine> Strecke gegeben hat, habe ich mich entschlossen zu fahren. Die <kleine> Strecke das heisst, 47km und etwa 750 Höhenmeter. Eigentlich hatte ich mich für eine grössere Distanz angemeldet, konnte das aber problemlos noch ändern.

Das Rennen wollte ich als Aufbautraining absolvieren. Dies ist aber noch ziemlich schwierig wie sich herausgestellt hat, denn wenn man am Start eines Rennens steht möchte mann auch vollgas geben; man kommt automatisch in den Rennmodus. Ich  habe dann auch Gas gegeben und um die Plätze gekämpft  dies ging etwa 26km auch ganz gut, dann hat das Knie aber plötzlich wieder ziemlich geschmerzt. Deshalb habe ich dann bei einem Sänitätsposten eine Pause eingelegt. Ich spielte mit dem Gedanken das Rennen aufzugeben und habe mich erkundigt wie ich am einfachsten zurück ins Ziel kommen kann, resp. wo der nächste Bahnhof ist. Die Sanitäter haben mir das dann erklärt und ich musste noch etwa 1km der Rennstrecke entlang fahren. Auf diesem Kilometer hat sich das Knie plötzlich wieder besser angefühlt und ich habe mich entschlossen doch noch bis in’s Ziel zu fahren. Nach 1 h 54 min und 46 sek bin ich dann auch im Ziel in Scuol angekommen. Auf der Schlussrangliste heist dass Rang 128 von 582 Overall und Rang 20 von 53 in meiner Kategorie. Mit dieser Rangierung bin ich den Umständen entsprechend eigentlich doch noch ziemlich zufrieden.

Jetzt heisst es aber erholen und weiterhin 2x pro Woche Physiotherapie. Das nächste Rennen wo ich mich angemeldet habe und eigentlich auch gerne fahren möchte wäre der Obwalden Bike Marathon am 11. September, dort habe ich mich für den Halbmarathon registriert (45 km 1’800 Hm). Ich hoffe, dass ich bis dann nochmals einen Schritt vorwärts machen werde und auch starten kann. Drückt mir die Daumen!!

Hier noch ein paar Bilder von mir und der Strecke vom Nationalpark Bike Marathon!

 

Lumnezia Bike Marathon

Rang 9 am Lumnezia Bike Marathon

Trotz des durchzogenen Wetterberichtes hatte ich mich entschlossen am Sonntag, 19. Juni am Lumnezia Bike Marathon teil zu nehmen. Die Rennstrecke, welche gute 40 km und etwa 1’700 Höhenmeter umfasst hatte ich bereits 2 Wochen zuvor auch bei schlechter Witterung besichtigt. Aufgrund des anhaltenden Regens in der Woche zuvor musste die Strecke leicht angepasst werden. Einige Singletrailabfahrten waren schlicht unbefahrbar. An dieser Stelle möchte ich mich beim OK vom Bike Marathon bedanken, denn sie haben wirklich das Beste gegeben damit der Anlass durchgeführt werden konnte.

Das Wetter am Renntag war dann eigentlich ganz OK von oben her blieb es praktisch trocken bis auf ein paar wenige tropfen, trotzdem war die Strecke natürlich nass, schlammig und es war auch kühl und teilweise neblig. Stellenweise war es ziemlich rutschig, ich hatte dann auch einen Sturz kurz vor dem Ziel. Das Vorderrad hatte den Grip auf einer nassen Wurzel in einer Kurve verloren. Zum Glück war das auf einem Singletrail im Wald wo ich sowieso nicht so schnell unterwegs war. Bis auf ein paar Schrammen am Knie ist nichts passiert. Mit der Kälte hatte ich zum Glück keine Probleme.

Der Startschuss zum Rennen erfolgte morgens um 09:00 Uhr und als ich 3h 17min und 45.6sek später in’s Ziel kam hat mich der Speaker im Rang 9 der Kategorie Fun Masters ausgerufen was mein erstes TopTen Ergebnis darstellt. Meine anvisierte Zeit von 3 Stunden habe ich zwar klar verfehlt, die Strecke war aber aufgrund der wetterbedingten Anpassungen sicher etwas länger und auch einige Höhenmeter mehr mussten bewältigt werden. Zudem musste ich teilweise Passagen laufen, welche ich beim Training noch fahren konnte. Es war einfach zu schlammig und nass und man hatte bei steilen Rampen kaum Grip am Hinterrad. Ich bin mir sicher bei trockenen Verhältnissen und ohne Sturz wäre meine Zielzeit zu knacken gewesen. Ich bin aber trotzdem zufrieden auch wenn ich auf die Siegerzeit 47min und auf’s Podest 25min verliere. Das gibt mir Motivation zum weiterhin hart trainieren!

Einige Fotos von mir habe ich auf der Website vom Lumnezia Bike Marathon noch gefunden und möchte Euch diese natürlich nicht vorenthalten.

Mein nächstes geplantes Rennen ist der Montafon Bike Marathon am 30. Juli 2016 in Tschagguns. Dort habe ich mich für den M2, das heisst anspruchsvolle 65 km und 2’400 Höhenmeter angemeldet! Hoffentlich bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen!

 

Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by MINI 2016

Rocky Mountain Bike Marathon

Vom 29. April bis 1. Mai 2016 traf sich wieder die gesamte MTB-Szene zum traditionellen Saisonauftakt am Gardasee. Riva del Garda freut sich zusammen mit 3.000 aktiven Sportlern, 40.000 Besuchern und über 150 Ausstellern auf drei unvergessliche Tage zum Thema Mountainbiken. Eine attraktive Bike-Messe, umfangreiche Testangebote der Hersteller, die beliebte Open Night sowie spektakuläre Side Events haben Riva wieder einmal zum Eldorado der Mountainbike-Szene gemacht. Das sportliche Highlight – der Rocky Mountain BIKE Marathon – fand wie gewohnt am Samstag statt. Dabei konnten alle Teilnehmer zwischen vier Distanzen wählen. – Quelle: riva.bike-festival.de

Nach der kleinen Enttäuschung nicht ins Ziel gekommen zu sein am Kemptener Bike Marathon habe ich mich relativ spontan entschlossen nach Riva ans Bike Festival zu fahren. Dort wollte ich dann auch den Marathon bestreiten. Folgende Strecken standen zur Auswahl; Facile (28.63 km, 702 hm), Piccola (44.24 km, 1523 hm), Grande (73.94 km, 2831 hm) und Extrema (90.43km, 3838 hm). Facile und Extrema habe ich sofort ausgeschlossen. Bei Piccola habe ich mich gefragt ob ich sich dafür 4h Autofahrt pro Weg wirklich lohnen? Deshalb habe ich mich für die Ronda Grande entschieden! Obwohl ich zuvor noch nie eine grössere Tour als 2000 hm gemacht hatte! Mit Startnummer 2380 durfte ich am Samstagmorgen im Startblock B um 07:50 Uhr starten! Das Wetter war Bike technisch optimal am morgen schön kühl und auch am Nachmittag nicht über 22° C. Da ich wie gesagt noch nie so eine grosse Tour gemacht hatte, war das erklärte Ziel heil ins Ziel zu kommen. Nach dem Start habe ich den Rhythmus relativ schnell gefunden und konnte auch einige Fahrer überholen. Nach etwa 1800 hm haben dann aber die Krämpfe in den Oberschenkeln eingesetzt und wurden immer schlimmer. Als ich an einem Verpflegungsposten das Bike kurz abgestellt hatte, konnte ich kaum mehr laufen und habe mich gefragt ob das wohl ein Fehler war vom Bike zu steigen. Nach einer kurzen Verschnaufpause und einer kleinen Massage der Oberschenkel habe ich mich aber wieder aufs Bike gesetzt und bin weitergefahren, nach wie vor haben mich die Krämpfe aber auf den restlichen 1000 hm begleitet und gequält, ich musste zwischendurch Pausen mit Dehnen und Schiebepassagen einlegen. Das Problem war sicherlich, dass ich zuvor noch nie so ein grosses Rennen oder Training gefahren bin aber auch, dass man sich auf vielen Abfahrten teilweise kaum erholen konnte. Es war vielerorts extrem steil und rutschig und bei den schnellen Passagen hat es extrem geschüttelt. Nichts destotrotz habe ich mich mit einer Schlusszeit von 5:22:18,4 aber bis ins Ziel durchgekämpft. Dies reichte Overall Men für Rang 237 von 597 gestarteten. Ich bin mir sicher ohne die Krämpfe wären noch einige Ränge besser möglich gewesen, trotzdem bin ich mit dem Resultat aber ziemlich zufrieden und bin glücklich im zweiten Rennen dieser Saison nun auch zum ersten Mal ins Ziel gekommen zu sein. Übrigens die Stöckli Markenkollegin Jolanda Neff war auch in Riva, ist dieselbe Strecke gefahren, hat das Frauenrennen mit Abstand gewonnen und wäre auch bei uns Herren locker in die Top 10 gefahren! Chapeu!!

In der folgenden Bildergalerie gibt es noch ein paar Endrücke von mir, der Strecke sowie den Streckenplan und die Höhenkurve.

 

Erstes Rennen, erster Ausfall

5. Auto-Brosch-Bike-Marathon, Kempten

Am vergangenen Sonntag, 17. April durfte ich mein erstes MTB-Rennen dieser Saison bestreiten. Der Kempten Bike Marathon passte hierfür optimal in meinen Kalender. Bei diesem Marathon kann man sich noch während dem Rennen entscheiden ob man die kleine Distanz (39 Kilometer, 720 Höhenmeter) oder doch die grosse (78 Kilometer und 1440 Höhenmeter) fahren möchte. Die Strecke teilt sich ca. 1km vor dem Ziel, wer möchte kann dann einfach nochmals eine Runde drann hängen. Der überwiegende Teil der Biker (314) entschied sich für die Kurzstrecke und legte eine Runde zurück. Auf der Langstrecke kamen 94 Finisher ins Ziel. Ich hatte mir vorgenommen über die Langdistanz anzutreten.

„War das eine Schlammschlacht!“ Es goss wie aus Kübeln. Die Schlammschlacht wurde dann auch zum erwartet harten Kampf, bei der die Fahrer mit bis zur Unkenntlichkeit verdreckten Gesichtern ins Ziel kamen. Mein Gesicht war zwar auch bis zur Unkenntlichkeit verdreckt aber bis in’s Ziel habe ich es leider nicht geschafft! Auf der zweiten Schlaufe etwa nach 51 Kilometern muss mir vermutlich was zwischen Kette und Schaltwerk gekommen sein und hat mir das komplette Schaltwerk ab- und zerrissen! Also musste ich auf der Strecke das Schaltwerk und die Kette abmontieren und es blieb mir nichts anderes übrig als zurück zum Ziel zu laufen respektive dort wo es runter ging rollen.

Nichts destotrotz hat es mir während den ersten 51 km sehr viel Spass gemacht auch wenn das Wetter nun mal wirklich nicht mitgemacht hat. Dauerregen und etwa 5-7° Celsius. Das war zwar unterwegs kein Problem, aber beim defekt und beim Weg zurück war es dann in den völlig durchnässten Kleidern schon extrem kalt! Trotzdem denke ich, dass ich dieses Rennen im nächsten Jahr wieder einplanen werde, hoffe aber auf besseres Wetter sowie dann auch in’s Ziel zu kommen!

Einige Bilder von mir hats trotzdem noch gegeben: