Roc d’Azur

Zum Saisonabschluss hin reiste ich mit einem Kollegen nach Frankreich, genauer gesagt nach Fréjus an der Côte d’Azur. Zum Roc d’Azur, das ist ein MTB-Event wo eine Woche lang nur Bikerennen stattfinden, vom Marathon über Cyclocross, Enduro und Rundenrennen abwechselnd im Team durch Dörfchen bis hin zu Bike-Tandemrennen uvm. Das Roc d’Azur gilt als grösstes MTB-Event der Welt wo sich Amateure auch mit Profis messen können. Dieses Jahr war z.B. Jaroslav Kulhavy, Annika Langvad, Julien Absalon, Pauline Ferrandprevot und noch viele andere Profis am Start. Insgesamt haben über 20’000 Sportler dem Event aktiv teilgenommen und es gab etwa 100’000 Besucher! Wir haben uns für 2 Rennen angemeldet. Zum einen dem Canyon Roc Marathon das längste und wohl härteste Rennen der Woche und zum anderen einen Tag später am Roc Ruelles einem Team Rennen durch ein Dörfchen wo abwechselnd gefahren wird.

Bereits am Mittwoch um 05:00 ging die Reise für uns los. Etwa 7,5 Stunden später sind wir auf dem Camping Platz in Fréjus angekommen, dort haben uns auf dem Parkplatz umgezogen und sind direkt auf’s Bike um eine kleine Streckenbesichtigung zu machen. 32 km und 760 hm später haben wir dann im Camping eingecheckt und die Unterkunft bezogen. Am Donnerstag haben wir uns vorgenommen nochmals eine Streckenbesichtigung eines anderen Abschnittes zu machen, hier waren wir 35,5 km und nochmals knapp 760 hm unterwegs. Diese Streckenbesichtigungen sind zwar nicht optimal für die Beine, jedoch hat es mir für’s Rennen doch eniges gebracht!

Canyon Roc Marathon

Am Freitag war dann erster Renntag für uns! Der Canyon Roc Marathon ist mit 84 Kilometer und 2’370 Höhenmeter ausgeschrieben. Das bedeutet für mich das bisher längste Rennen jedoch hatte ich in Riva del Garda bereits auf einer kürzeren Strecke etwas mehr Höhenmeter bewältigen dürfen. Speziell am Roc Marathon ist jedoch, dass es kaum mal geradeaus geht. Nach den ersten ca. 5 flachen Kilometern wechselt sich das auf und ab ständig ab. Mit auf und ab meine ich extrem steile Auf und Abfahrten hauptsächlich auf Trails. Das heisst, obwohl es weniger Höhenmeter als in Riva zu bewältigen gab, waren diese um einiges strenger! Mein Ziel hatte ich mir schon früh gesetzt und hiess schlicht und einfach das Ziel zu erreichen, denn ich wusste das dies wohl mein bisher strengstes Rennen wird. Was sich dann auch bewahrheitet hat! Um 08.45 Uhr erfolgte der Startschuss für mich aus dem Startblock 3. Ich konnte mich auf den ersten Kilometern etwas von einer Gruppe mitziehen lassen und habe dann ziemlich schnell meine Pace gefunden, welche ich auch mehr oder weniger bis zum Schluss durchziehen konnte. Wie gesagt, die Strecke war extrem hart und fordernd, so etwas hatte ich bisher noch nie erlebt. Riva mit mehr Höhenmetern war degegen ein Klacks. Hier an der Côte d’Azur hatte es soviele Trails zu bewältigen teilweise extrem technisch bergab wie aber auch bergauf! Zudem war es auch ganz schön warm, zwar nur etwa 25° das ist aber an der prallen Sonne doch ganz schön heiss! Dem Veranstalter ist hier ein grosses Lob auszusprechen, die Verpflegungsposten waren zahlreich und in super Abständen, ich kam nie in einen Hungerrast oder in Trinknot! Die Landschaft an der Côte d’Azur mit tollen blicken auf’s Meer und Hügel ist echt der Hammer, deshalb konnte ich trotz all den Strapazen das Rennen doch einigermassen geniessen. Mit einer Schlusszeit von 6 Stunden 47 Minuten und 22 Sekunden bin ich als 285. von 497 in meiner Kategorie sowie als 1058. von Overall 2141 glücklich aber erschöpft im Ziel angekommen.

Roc Ruelles de Roquebrune-sur-Argens

Einen Tag später am Abend um 19:00 Uhr hatten wir uns für das Roc Ruelles in Roquebrune-sur-Argens angemeldet. Die Strecke hatten wir bereits am Donnerstag zuvor etwas besichtigt, mussten dann aber festellen, dass der Streckenverlauf doch nicht ganz so war wie wir gedacht hatten. Kein Problem die neue Strecke hatten wir uns schnell gemerkt und konnten einige Trainigsrunden drehen. Auf der letzten Trainingsrunde habe ich mir auf einer 3-Fach Treppe dann leider einen Plattfuss eingefahren und das kurz vor Start!! Nachdem ich ins Ziel gelaufen war, das Hinterrad demontiert hatte und einen neuen Schlauch eingelegt ist mir das Malheur passiert, dass ich mit aufpumpen zuviel Luft  reingepumpt hatte und mir der Schlauch platzte. Sch…¹ !! Das hiess nun zurück zum Auto einen neuen Schlauch holen und mein Team-Partner musste ohne mich starten! Nachdem dieser 3 Runden absolviert hatte war ich mit einem weiteren neuen Schlauch bereit meine erste Runde zu absolvieren. Das ging dann auch recht gut bis zur der vorher besagten 3-Fach Treppe, dort habe ich mir dann leider nochmals einen Plattfuss eingefahren und das Hinterrad hat einige Dellen sowie eine 8 abgekriegt. Sch…² !! Das hiess, dann zurück ins Ziel laufen/springen und mein Team-Partner musste das Rennen alleine fertigfahren! Das war echt schade, denn es hat wirklich Spass gemacht und wenn wir abwechselnd fahren hätten können, wäre wohl ein Platz im Finale drinn gelegen! Sollten wir das wiederholen werde ich dann wohl mit einem etwas robusterem Laufradsatz antreten!

Die Tage an der Côte d’Azur waren aber toll und werden mir trotzdem positiv in Erinnerung bleiben! Hier noch einige Bilder vom Marathon, der Landschaft und vom Camping Platz…

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